GAME AND EARNEST
Concerto for Chess Players, Computer Controlled Samplers and Synthesizers, Grand Piano, Acoustic and Electric Guitars, Turntables, Tapes and Feedbacks, Alto and Baritone Saxophones, and Sound Director

Eichmann / Grund / Kremp / von Stürmer / Volker
Preis / Price : 16,36 €
Bestell-Nr. / Purchase Order No. : omH02
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Dietrich Eichmann piano, electronics, composition for computer instruments
Christoph Grund sound director, composition for computer instruments
Uwe Kremp electric and acoustic guitars, composition for computer instruments
Wolfgang von Stürmer turntables, electronics, composition for computer instruments
Reimar Volker alto and baritone saxophones
Annemi Egri and Wolfgang Rihm chess players
   
01. - 06.
Game and Earnest 53:45
07.
Epilogue 06:38
 
Total time:  60:23

Music composed by Dietrich Eichmann, Christoph Grund, Uwe Kremp,
Wolfgang von Stürmer and Reimar Volker
Conception: FIQ Fraktion Illegaler Quomponisten 1987
Chessboard and computer software and hardware: Andreas Raseghi, Wolfgang von Stürmer
Historic recording of the concert on December 11, 1989, at SDR Studio Karlsruhe, Germany.
Original recording produced by Hans C. Hachmann
Produced by Dietrich Eichmann
Layout & graphic design: CK new media consulting
Liner notes: Harald Borges

 
First published in June 2001
 
Auszug aus dem Booklet:
'Game and Earnest' kombiniert durch eine brillante Idee strengste Ordnung und Zufall miteinander und enthebt die Musik in einer überraschenden dialektischen Wendung gleichzeitig allen Ordnungs- und Zufallsüberlegungen. Mittel dazu ist das Schachspiel. Einerseits bietet es durch seine relativ wenigen, schnell erlernbaren Regeln ein Musterbeispiel für ein klar geordnetes System, andererseits kann aber selbst in diesem scheinbar so einfachen Spiel eine derartige Menge an Kombinationen entstehen, dass sich der Spielverlauf kaum vorhersagen lässt. Durch wenige Regeln entsteht in diesem Spiel aus einer einer einfachen, strengen Ordnung eine komplett offene Zukunft. In ´Game and Earnest´ sitzen zwei Schachspieler auf der Bühne und betreiben ihr königliches Spiel. Allerdings auf einem präparierten Schachbrett, dessen 64 Felder wie Steuertasten funktionieren. Wird eine Schachfigur auf ein Feld des Schachbretts gesetzt, wird von der Elektronik ein bestimmtes Stück eigens für dieses Feld komponierter Musik - ein sogenanntes Modul - gespielt. Vier Komponisten haben je 16 solcher Module komponiert, die über das Schachbrett verteilt wurden. Wird ein neuer Zug gemacht, ein neues Feld betreten, können auch die Klangfarben des nächsten Moduls durch das vorhergehende beeinflusst werden. Das Schachspiel wird auf einmal zu einem musikalischen Glücksspiel. (...) Zu dieser durch das Schachspiel gelenkten elektronischen Musik treten vier Live-Musiker hinzu (zum Teil die Komponisten selbst), die jeder nach einem eigenen Konzept improvisieren, über das sie sich vorher mit den anderen Musikern nur vage verständigt haben - das reicht hin bis zu richtig Alter Musik. Natürlich tritt im Verlauf des Spiels, je langsamer die Spielzüge werden, die Improvisation der Musiker immer mehr in den Hör-Vordergrund. (...)
Harald Borges
 


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